Schon recht früh am Tag ging es in Richtung Grand Canyon auf dem Weg dorthin passierten wir den Hoover Staudamm. Dieser liegt circa 20 Meilen von Vegas entfernt in Richtung Süd-Osten. Durch die Errichtung des Staudamms in den Jahren 1931-1934 wird ein Großteil der Stromversorgung von Las Vegas sichergestellt.
Schon der Weg zum Staudamm verdeutlicht uns wieder wie unglaublich groß dieses Land eigentlich ist. Riesige Ebenen (Plains) und Berge zeigen sich eindrucksvoll im Seitenfenster unseres Autos.
Ziel unseres Ausflugs ist aber der Skywalk, der sich in der Nähe von Dolan Springs im Gebiet Grand Canyon West befindet. Zunächst aber mehr zum abenteuerlichen Weg:
Nach dem Verlassen des Freeways zeigt sich Dolan Springs, dass aus vielen vielen Wohnwagen besteht und stark an die Städte erinnert, die man aus diversen Horror-Filmen kennt. Die Häuser (Wohnwagen) liegen sehr weit von der Hauptstraße entfertn, so dass sich die Briefkästen aufgereiht an der Hauptstraße befinden. Hinter Dolan Springs verlässt man die asphaltierte Straße und bewältigt die restlichen 23 Meilen zum Grand Canyon West auf einer Schotterpiste, die einem herkömmlichen Straßenwagen (kein Jeep) schon einiges abverlangt. Hat man diese Strecke passiert wird man mit einem tollen Blick auf den Grand Canyon belohnt. Doch zuvor muss man sich einen Parkplatz teuer erkaufen (20$).
Von dort aus machen wir eine Bus Tour, die folgende Aussichtspunkte enthält:Humpalaya Ranch, Skywalk und Indian Viilage und zuletzt Guano Point. Der Preis der Bustour beträgt 30$.
Der erste Stop der Bustour ist die Humpalaya Ranch. Dort kann man in einem Mini-Pferdewagen fahren, Reiten oder sich beim Lasso werfen probieren. Nach ein Paar Versuchen war die Kuhattrappe gefangen. Alles in allem kann man sagen, dass die Ranch ein überflüssiger Stop ist, bei dem sich der zahnlose Cowboy und die dicke Dorfdame 30 mal am Tag für die Touristen erschiessen. Schade, dass die Natur mit so unsinnigen Hüttenattrappen verschandelt wurde.
Der zweite Stop ist der Skywalk der weitere 30$ pro Person kostet. Für ein einmaliges Erlebnis nimmt man die Kosten gern auf sich und begibt sich in den Eingangsbereich des Skywalks. Dort wird einem dann aber überraschenderweise alles abgenommen was auf das Glas des Walks fallen könnte. Dazu gehört leider Gottes auch meine Spiegelreflexkamera. Dann ging es noch durch eine Sicherheitsschleuse (wie die am Flughafen). Als Rebell hab ich natürlich mein Handy reingeschmuggelt um wenigstens irgendwelche Bilder machen zu können.
Der Skywalk selbst ist zwar schon beeindruckend, denn es ist schon sehr komisch zwischen sich und einer Schlucht, die zwei mal so tief ist wie das Empire State Building hoch ist, nur eine dicke Scheibe zu haben. Aber ehrlich gesagt kann man sich den Besuch des Skywalks sparen. Es ist ein tolle Konstruktion eines deutschen Ingenieurs, die aber zum reinen Abzocken genutzt wird. Auf dem Skywalk kann man Bilder von sich machen lassen, die man danach für 10$ pro Bild erwerben kann.
Die Aussicht vom Guano Point, der letzte Stop der Bustour, auf den Canyon war die mit Abstand beste. Es ist aber sicherlich nicht für jeden ein tolles Erlebnis, denn es gibt dort keine Sicherungszäune! *DANGER* Allerdings kann man so schönere Bilder machen.
Nach der Bustour geht es wieder über die Schotterpiste vorbei am Hoover Dam nach Las Vegas.


