Nov 23

imageHeute waren meine Freundin und ich zu einem Kochkurs beim Meisterkoch Brandenburg von 2005. Dieter Kobusch ist dieser besagte Koch und er bietet den Kurs im DämeritzSeeHotel in Köpenick (genauer Hessenwinkel) aber auch im Vierseithof in Luckenwalde an.

Selber wäre ich nie auf die Idee gekommen einen Kochkurs zu besuchen und darum war es bei mir wie bei allen anderen Teilnehmern ein Geschenk.

Wir waren 10 Teilnehmer und wurden nett mit Kaffee und einem Gläschen Sekt empfangen. Dann durfte sich jeder in der Runde vorstellen und preisgeben mit welcher Küchenkenntnis er bereits ausgestattet ist und welche Erwartungen man an den Kurs hat.

Danach ging es in die auf Hochglanz polierte Küche wo der Chefkoch des Hotels den Meisterkoch bei der Kursleitung unterstützte. Einige jüngere Köche kümmerten sich um das normale Geschäft.

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Zuerst wurden uns die einzelnen Schritte vorgeführt bevor wir die einzelnen Schritte nachmachen konnten. So zerlegten wir zuerst  den Hummer und können die Scheren jetzt perfekt zerlegen. Anschließend lernten wir einen Lachs zu filetieren und ihn zu beizen. Da der Lachs 24 Stunden in der Beize (hauptsächlich Salz, Zucker Gemisch mit verschiedenen Gewürzen) liegt, bekamen wir den Lachs vom Vortag.

Nachdem der Lachs eingelegt war, ging es an den Hirschkalbsrücken. Dieser musste erst vom Knochen ausgelöst werden und anschließend wurde der Rücken "abgezogen". Das heißt man entfernt die dünne Sehnenschicht am Fleisch in dem man das Messer mit einer Hand fixiert und mit der anderen Hand nur an der Sehnenschicht zieht.

Nachdem ich beim Bearbeiten des Laches eine sehr gute Figur gemacht habe, muss ich sagen, dass das Abziehen noch ein wenig Übung erfordert.

Wer so fleißig ist kann es sich natürlich auch mal gut gehen lassen und so bekamen wir Canapes serviert und für Getränke aller Art war auch gesorgt.

Dann wurde uns die Geschichte der Teltower Rübchen erzählt, die wirklich aus Teltow kommen. Die Marke "Teltower Rübchen" ließ der ansässige Verband sogar beim Patentamt schützen und somit sind die rettichartigen Rübchen mit dem leicht süsslichen Geschmack ein regionale Spezialität.

Im Programm ging es weiter mit den Schupfnudeln und anschließend ging es in die Patisserie wo das Dessrt vorbereitet wurde. Obwohl ich mit Süßigkeiten nicht sonderlich zu begeistern bin, hat mir die Schokoladentarte sehr gut geschmeckt.

Was habe ich gelernt? Ich habe einige Tipps für den fachmännischen Umgang mit dem Messer bekommen. Außerdem weiß ich nun, dass in der Profiküche viel wert auf das Niedrigtemperaturgar-verfahren gelegt wird. Dabei wird das Fleisch bei einer kleineren Temperatur von bspw. 80°C deutlich länger im Ofen gegart. Bei einer Fleischkerntemperatur von 54°C kann man den Braten aus dem Ofen nehmen und hat ein wunderbar zartes und vor allem saftiges Fleisch.

Das beste an dem Kurs war, dass die harte Arbeit mit dem Verzehr des Menüs belohnt wurde. Das Essen war wirklich köstlich. Auffällig war noch, dass an dem Kurs 8 Männer und nur 2 Frauen teilnahmen. Laut dem Koch nehmen immer mehr Männer als Frauen teil. Meist bekommen die Männer den Kurs von ihren Frauen geschenkt damit sie in der Küche besser unterstützt werden.

Alle Teilnehmer unseres Kurses waren sehr sympathisch, so dass es Spaß gemacht hat in der Gruppe zu kochen.

Als Beweis für die Teilnahme am Kurs gab es für zu Hause noch ein Zertifikat und nun bin ich noch gespannt auf die Fotos, die ein Fotograf in der Küche machte und den Teilnehmern noch per E-Mail zukommen lässt. Sobald ich die habe gibt es hier ein Update.

Nun interessiert mich noch ob jemand von euch schon bei einem Kochkurs war? Habt ihr ähnlich gute Erfahrungen gemacht und wo wart ihr?

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